Frauenhilfe JBH

Frauenhilfe JBH

Frauenhilfe Johannes-Busch-Haus : Seit fast 50 Jahren aktiv.

Ende November feiert die Frauenhilfe 50-jähriges Bestehen u.a. mit einem Festgottesdienst am 1. Advent um 9 Uhr 30 im JBH. Festpredigerin wird die Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, Frau Weigt-Blätgen, sein.



Mit allen Fasern des Seins Gott loben

„Kann man Frauenhilfe besser beschreiben?“ fragte Pfarrerin Dagmar Schröder. In der Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen der Frauenhilfe II im Johannes-Busch-Haus hatte sie Psalm 103 in einer modernen Übertragung gelesen: „Ich lobe dich, Gott, mit allen Fasern meines Seins“.

„Wie Frauenhilfsfrauen aufeinander achten, das sucht seinesgleichen in Gemeinde und Gesellschaft“, hob sie in der Andacht hervor. Das Leben miteinander zu teilen und sich dem Nächsten zuzuwenden – so gestalte sich Nachfolge Jesu. Wie das in 40 Jahren geschah, schilderte zuvor Helga Baldauf. Sie hatte vor 10 Jahren von Elisabeth Bastert die Leitung der auf Initiative von Ursula Bornemann und Annemarie Buckenauer gegründeten Gruppe übernommen. Die Frauenhilfe engagiert sich – seit 1991 sogar ohne Sommerpause – in Gemeinde und Nachbarschaft, trug den Gemeindebrief aus, sammelt für die Diakonie, häkelte zur Einweihung des Matthias-Claudius-Heims 1978 für jedes Zimmer eine große Decke und strickt heute „Glocken-Socken“ zur Anschaffung der Glocken für das Gemeindezentrum. Pfarrerin Schröder erinnerte an die Anfänge der Frauenhilfe, als noch für Frontsoldaten wärmende Fußkleidung gearbeitet wurde: „Ich bin froh, dass die Socken heute friedlicheren Zwecken, ja sogar dem Ausrufen des Evangeliums dienen.“
Seit 1971 ist die Verbindung zu den behinderten Frauen in Groß-Bethel für beide Seiten eine Bereicherung. Fäden laufen von Steinhagen auch bis nach Afrika. Die Frauenarbeit in Pfarrer Tettehs Gemeinde in Ghana liegt den Steinhagener Damen ganz nahe und wird nach Kräften über Heidrun Peters unterstützt.

Mit launigen Worten ließ auch Ruth Milde 40 Jahre Frauenhilfe aus ihrer Sicht wieder aufleben. Sie hatte viele Lacher auf ihrer Seite, als sie beispielsweise von Pastor Struwe im Tretboot berichtete und der erstaunlichen Auswirkung der Heirat auf seine Haltung gegenüber der Frauenhilfe, Pfarrer Wolfgang Bastert als perfekten Reiseführer schilderte und den Anbruch einer salopperen Zeit feststellte, die mit „Herrn“ statt „Pastor“ Schiwy folgte. Mit einem gemeinsamen Essen wurde die Feier fortgesetzt, denn, so Pfarrerin Schröder: „In der Frauenhilfe weiß man: nicht nur geistliche Nahrung und gute Gemeinschaft, auch Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.